1. Das Gewebe wird gewaschen.

Im ersten Prozessabschnitt zur Veredelung des Flachgewebes wird die Ware von Verunreinigungen und Präparationen gesäubert. Dazu stehen bei der TVG je nach Materialanforderungen bzw. Aufgabenstellung verschieden moderne Waschmaschinen im Einsatz.

Auf der 4-Kammer-Breitwaschmaschine Benninger, die eine Warenbreite bis zu 230 cm zulässt, wird Gewebe aus synthetischen oder natürlichen Fasern gewaschen und entschlichtet. Besonders Stoffe mit hohen Präparationsauflagen können hier optimal vorbehandelt werden. Bemerkenswert bei dieser Anlage ist auch der geringe Wasserverbrauch von maximal 6 bis 8 Liter pro Kilo. Vergleichbare ältere Maschinen verbrauchen doppelt so viel.

Im ersten Abschnitt – hier befindet sich ein Abteil mit 20 Meter Wareninhalt – wird die Ware vorgeschrumpft. Damit die Spannung möglichst gering bleibt, gibt es hier keine pressenden Walzenpaare. Die notwenigen Chemikalien werden automatisch zudosiert.

In der zweiten Kammer wird die Ware zwischen 6 mm breiten Schächten – der so genannten Injecta-Einrichtung – geführt und mit Dampf und Wasser behandelt. Der hohe Druck ermöglicht eine mechanische Ablösung bzw. ein Quellen der Schlichte. Die hohe Temperatur (bis zu 100° C) schließt den gewünschten Krumpf der Ware ab.
Nach diesem Abteil reduziert eine Vakuumsauge das Behandlungswasser auf eine Restfeuchte von unter 20%.
In den vier Abteilen erfolgt durch Gegeneinzug und oben liegende pneumatisch angepresste Gummiwalzenpaare eine optimale Ausspülung und Auswaschung der Gewebe. Eine Vakuum-Absauge und ein Quetschwerk sorgen für die Entwässerung.

Einen wesentlich kleineren Teil der Produktion wird im Strang auf unserer HM-Jigger oder auf den Strangfärbemaschinen gewaschen. Nach dem Waschvorgang wird die Ware auf Großdocken bis zu einem Durchmesser von 2 Metern aufgewickelt.